Live!Jazz: Nathan Ott Quartett Dienstag, 19.04.2022 | 19:30 Uhr

Foto: Uli Frank

Nathan Ott (dr)

Im Quartett des jungen Wahl-Berliners und dessen langjährigem Mentor und musikalischem Wegbegleiter Dave Liebman sorgte der junge Bandleader, Schlagzeuger und Komponist mit seiner eigenen Vision 2016 erstmals für Aufsehen, indem er den Geist der legendären Lighthouse-Edition der Elvin-Jones-Band der frühen 70er Jahre ins 21. Jahrhundert brachte und damit eindrucksvoll zeigte, wie fruchtbar eine solch generationsüberschreitend interkontinentale Jazz-Begegnung sein kann. Seitdem hat er sich längst über die Stadtgrenzen Hamburgs und Berlins hinaus als ein überaus wacher und vitaler Impulsgeber bewährt, der es versteht, seine Dynamik im Dienst des jeweiligen musikalischen Zusammenhangs zu dosieren. Dabei arbeitete er in seiner noch jungen Karriere mit Künstlern wie Dave Liebman, Richie Beirach, Tobias Delius, Jonas Westergaard, Rainer Böhm, Vladislav Sendecki oder Claus Stötter. Er hat bei Bill Elgart und Holger Nell in Deutschland sowie bei Adam Nussbaum, Greg Hutchinson und Billy Hart in den USA studiert, bevor es ihn nach Berlin zog, wo er seit Anfang 2019 lebt und arbeitet.

Christof Lauer (sax)

»Christof Lauer ist einer der wichtigsten Saxophonisten Europas», dieser Satz ist seit mindestens 20 Jahren regelmäßig zu lesen. Bei ihm stellt sich aktuell aber eher die Frage, ob dieser Satz noch zutreffend ist? Müsste nicht anstelle von »Europa« das Wort »weltweit« stehen? – Sicher, es gibt bedeutendere, allseits bekanntere Saxophonisten als diese Frankfurter Galionsfigur des Jazz. Aber hinsichtlich seiner musikalischen Intensität, hinsichtlich der auratischen Ausdrucksstärke, die er seinem Horn abpresst, ist das, was Lauer macht, Weltklasse. Welch‘ rauen Charme Christof Lauers Tenorsaxophon entfalten kann,
wenn es von einer dunkel brodelnden Posaune flankiert wird, das kennen wir schon seit den frühen Tagen aus dem »Albert Mangelsdorff Quintett«. Albert, das war eine »Hochschule« für Lauer, nicht nur das Quintett, ästhetische Integrität gab‘s auch im »Jazzensemble des He sischen Rundfunks«, Experimentier-Werkstatt und Thinktank unter der Leitung vom Ahnvater der »Frankfurter Schule« und damit im Dunstkreis der kreativen »Sauer, Hübner & Co KG«. Da war Lauer aber schon ein nach Frankfurt heimkehrender Europa-Reisender, der in Graz studiert hat und sich in Wien und Paris besondere Beachtung und eine konturierte Visitenkarte erspielt hatte.

Sebastian Gille (sax)

In seiner noch jungen Karriere arbeitet(e) Sebastian Gille mit einer Reihe von renommierten Künstlern, wie Abdullah Ibrahim, Al Jarreau, Norma Winston, David Liebman, Steve Swallow, Bob Brookmeyer, Adam Nussbaum, Richie Beirach, Christof Lauer, Jim Black, Michael Gibbs, Tom Rainey, John Schröder, Steve Gray, Joachim & Rolf Kühn.
Seine unverwechselbare Stimme am Tenorsaxophon ist mittlerweile auf über 40 Tonträgern zu hören. Seit der Veröffentlichung seines Debüt-Albums »Anthem« im November 2011 – auf dem Münchner Edel-Label »Pirouet« – wird er von der weltweiten Fachpresse hochgelobt und unter anderem als einer der »ausdrucksstärksten Saxofonisten unserer Zeit« bezeichnet. Das Jazz Podium zählt ihn derzeit sogar unzweifelhaft zu den großartigsten Holzbläsern auf diesem Planeten.
Des Weiteren wurde Sebastian Gille für seine besonderen künstlerischen Verdienste sowie sein Engagement für den Jazz im Jahre 2015 mit dem Hamburger Jazzpreis ausgezeichnet.

Jonas Westergaard (b)

Education: Student in 1997; Graduation from RMC, Copenhagen in 2004. Lived in New York 20001-2002, where I studied with Mark Dresser, Mark Helias and Ben Street.
Teaching: Teaching bass students at the RMC, Copenhagen 2009-2012. Ensemble workshop at Aarhus- and Aalborg Music Conservatories in feb 2016.
Prizes: Jacob Gade’s Legat, 2000. 1st Prize at Nordic Talent Launch with the group Fuchsia, 2000. Leonnie Sonning’s Music Prize, 2001.
Danish Radio P2 Jazz Prize, 2006. Danish Music Award, composer of the year for the album release “Helgoland”, 2009.
As a bassist I appear on the following award-winning record releases: Danish Music Award: Album of the Year, Jesper Løvdal “Lovedale”, 2007. Norwegian Spellemann’s Prize: Album of the Year, Petter Wettre »Fountain of Youth«, 2007. Danish Music Award: Special release of the Year, Jakob Bro & Thomas Knak »Bro/Knak«, 2013. Danish Music Award: Album of the Year, Jakob Buchanan »Requiem«, 2016.
Living in Berlin since 2012 I mainly work with German musicians. I am excited about the jazz scenes in Berlin and Cologne, where improvised music has been a strong subculture since the 1960’s, with equal inspiration from classic jazz and classical music.

Karten: 18 Euro+VVK-Gebühr. Schüler/Studenten: 12 Euro+VVK-Gebühr. Ak 23/18 Euro

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Am 19.04.2022 19:30Uhr Ort: Stadtkirche Darmstadt |