Live!Jazz: Pablo Held Trio, feat. Nelson Veras Donnerstag, 27.10.2022 | 19:30 Uhr

Foto: Nadine Heller Menzel

Pablo Held (p)

Das Pablo Held Trio ist derzeit eine der lebendigsten und bedeutendsten Formationen des europäischen Jazz. Das Risiko radikaler Spontaneität verleiht dem Trio seit Jahren Flügel, so dass es zum Modell einer Ästhetik geworden ist, welche man nur bei wenigen Künstler*innen findet. Die Kohäsion des Pablo Held Trios beruht auf Freundschaft und auf dem schöpferischen Willen, beständig Neuland zu betreten. Das künstlerische Gewicht und die Eigenständigkeit der drei Ausnahmemusiker ist ein Anziehungspunkt für einen wachsenden Kreis kongenialer Musiker*innen des europäischen und amerikanischen Kontinents, die das Trio häufig erweitern. Immer wieder hat die Band deshalb auch mit anderen Musikerinnen und Musikern zusammengearbeitet, mit John Scofield etwa, mit dem Saxofonisten Dave Liebman, so auch in der bereits legendären Zusammenarbeit mit dem Brasilianischen Gitarristen Nelson Veras, der sich in das Triogeflecht mühelos einwebt und durch sein feines Spiel weiter veredelt.

Nelson Veras (git)

Musiker schwören auf Nelson Veras, einen Poeten an der akustischen Gitarre. Der Brasilianer hat auf über 50 Alben anderer Künstlerinnen und Künstler mitgewirkt, bringt aber selten eigene heraus. Dabei sind seine mühelos wirkende Technik und seine Fantasie schier grenzenlos.
Für die Franzosen ist Nelson Veras ein ‚touche-à-tout‘ – ein Alleskönner. Von Salvador da Bahia verschlug es den 1977 geborenen Gitarristen früh nach Paris. Mit 14 Jahren begann er dort ein Jazz-Studium bei Jeff Gardner. Schon zwei Jahre später formierte er ein hochkarätiges Quartett. 1992 beeindruckte er Pat Metheny auf der großen Festival-Bühne von Marciac. Nelson Veras ist auf Alben von Aldo Romano, Magic Malik und Steve Coleman, aber auch von Chansonnier Claude Nougaro zu hören. In Deutschland lud ihn der Pianist Pablo Held zu spannenden Konzerten und Aufnahmen ein.

Jonas Burgwinkel (dr)

Der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel ist einer der weltbesten Filigran-Rhythmiker, der seine Fertigkeiten in nahezu allen Spielarten zwischen Jazz-Klassik und Avantgarde ausreizt. Bei Live-Auftritten mag man gar nicht wegschauen, wenn er mit Sticks, Besen, Paukenschlägeln, Bambus Rods und Brushes operiert, mitunter eine Trommel mit der Hand schlägt, das Hi-Hat mit Gegenständen »abtönt« oder Toms und Snare Drum mit wundersamen Gerätschaften reibt. Selbst inmitten der komplexesten Grooves tönt, klackert und rasselt es, und wenn Burgwinkel einen in den Mikrokosmos seiner Rhythmen zieht, wird er zum oft gar melodisch klingenden Geschichtenerzähler, der bei aller Gruppendienlichkeit großes Kino bietet.
Jonas Burgwinkel gilt als herausragender Vertreter der neuen Schlagzeuger Generation. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen u.a. den «Echo Jazz 2012», den SWR- und den WDR-Jazzpreis oder den »Best Soloist Award« auf dem North Sea Jazzfestival. Neben seinem eigenen Projekt »Medusa Beats« und der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Pablo Held Trio spielte er weltweit mit Jazzgrößen wie John Scofield, Chris Potter, Uri Caine, Dave Liebman, Lee Konitz, Chris Speed, Dave Douglas, Mark Murphy, Chris Speed, Mark Turner oder John Taylor. In 2011 folgte Burgwinkel einer Berufung als Professor für Jazz Schlagzeug an die Kölner Hochschule für Musik und Tanz.

Robert Landfermann (b)

Robert Landfermann (*1982) gilt als einer der besten und innovativsten europäischen Jazz-Bassisten seiner Generation. Der WDR-, SWR-Jazzpreisträger und Gewinner des »Neuen Deutschen Jazzpreises Mannheim« spielte in verschiedensten Formationen auf allen Kontinenten unter anderem mit Weltstars wie John Scofield, Lee Konitz, Yo-Yo Ma, Charlie Mariano, Joachim Kühn, Django Bates, Ralph Towner, Chris Potter, Tomasz Stanko und Barre Philips. In der europäischen Szene ist er bekannt als herausragender Improvisator, sowohl im traditionellen Jazzumfeld als auch in der experimentellen Avantgardeszene. Er ist Leiter mehrerer eigener Ensembles und Mitinitiator des Kölner Künstlerkollektivs »Klaeng«, das jedes Jahr Jazzfestivals und Workshops organisiert und 2014 das Label Klaeng-records ins Leben gerufen hat. Seine Arbeit ist durch Veröffentlichungen auf zahlreichen Tonträgern bei renommierten Jazzlabels und Radiomitschnitten dokumentiert. Landfermann unterrichtete von 2011-2019 an der Folkwang-Universität der Künste Essen. Seit 2019 ist er Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.

Karten: 25 Euro+VVK-Gebühr. Schüler/Studenten: 20 Euro+VVK-Gebühr. AK 30/25 Euro

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Am 27.10.2022 19:30Uhr Ort: Stadtkirche Darmstadt |