200422 ABBAS KHIDER 2019 H7 klein Kopie

Die Kunst des Weglassens ist zugleich die Kunst, zum Wesentlichen zu gelangen. Wenig Musikern gelingt dies so ein- und ausdrucksvoll wie dem Tenorsaxofonisten Heinz Sauer. Rainer Wieczorek nähert sich ihm so, wie sich Sauer der Musik nähert: vorsichtig abtastend, auf die Obertöne genauso lauschend wie auf die Essenz der Melodie, Biografisches mit Literarischem mischend. Heinz Sauer: Die Stationen seines künstlerischen Lebenswegs sind höchstens Erinnerung, worauf es ankommt, ist das Hier und Jetzt, der Sound der Gegenwart. Wieczorek verbeugt sich dankbar für die Inspiration, die seine Musik ihm immer gewesen ist, und dafür, dass Heinz Sauer nicht aufhört weiter zu forschen.
Wolfram Knauer (Oktober 2020)

Rainer Wieczorek lebt in Darmstadt und unterrichtet an der Bertolt-Brecht-Schule. Von 1995 bis 2009 gestaltete er mit Andreas Müller das Programm des Darmstädter Literaturhauses. Im Mittelpunkt des literarischen Schaffens steht eine Trilogie von Künstlernovellen: »Zweite Stimme«, »Tuba-Novelle« und »Der Intendant kommt«. 2016 erschien »Kreis und Quadrat: Eine Melancholie«. 2016 und 2017 erschienen zwei weitere Künstlernovellen Wieczoreks, 2020 die Novelle »Pirmasens«, die sich – wie bereits die Novelle »Zweite Stimme« mit der Deindustrialisierung in der alten BRD beschäftigt. Rainer Wieczorek wurde mit dem Lichtenberg-Preis, mit dem Gerhard-Beier-Preis und mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet.

Karten: 10 Euro zzgl. VVK-Gebühr. Ak: 10 Euro