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In ihrem Roman schreibt Mithu Sanyal mit beglückender Selbstironie über die großen Fragen von Identität und Zugehörigkeit: Sind wir einfach wir selbst, oder vor allem Frauen und Männer, Schwarze oder Weiße? Es sind die 2020er Jahre, es ist kompliziert. Und es gibt einen Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist weiß. Schlimmer geht es nicht, denn die Professorin für Postcolonial Studies war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Die Studentin Nivedita, geboren in Deutschland mit indischem Vater, hat sich mit ihrer Professorin identifiziert – und steht nun vor der Frage: Identität, was ist das? Während im Internet gegen Saraswati gehetzt wird und Demos ihre Entlassung fordern, stellt Nivedita ihrer Professorin intimste Fragen über »echte« Zugehörigkeit.
Rasanter und entkrampfter wurde noch nicht erzählt von unserer Gegenwart. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand, wie er*sie ihn betrat.

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch Vulva. Das unsichtbare Geschlecht und 2016 Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens.

Karten: 10 Euro zzgl. VVK-Gebühr. Ak: 10 Euro