Passion. Predigten in der Gegenwart: Es ist Tradition in der Stadtkirche, dass an den sechs Passionssonntagen Journalisten und Philosophen, Politikerinnen und Schauspielern, Schriftstellerinnen und Ärzte ... von der Kanzel der Stadtkirche predigen. Ein Thema - viele Perspektiven, spannende Anregungen und neue Sichtweisen auf (alte) christliche Themen verdanken wir dieser Öffnung.
Keine Predigerin, kein Prediger sucht sich selbst den Predigttext aus, jeder lässt sich auf den Text ein, der vorgegeben wird. Denn darum geht es: einen neuen, fremden Blick auf biblische Texte, die unsere Tradition mitgeprägt haben, zu gewinnen. Von dieser Textvorgabe abgesehen, sind die Predigerinnen und Prediger völlig frei in Zuspruch und Widerspruch.

 

Nachdenken über - eine etwas andere Sommergottesdienstreihe: Im Zentrum dieser meditativen Sommergottesdienste stehen Bilder, die sich die eingeladenen Gäste ausgesucht haben. Bilder, die sie begeistern, ärgern, zum Lachen bringen, aufregen, empören, nachdenklich oder traurig stimmen, trösten, Erinnerungen wachrufen – kurzum, die sie berühren und über die sie nachdenken.  Die Bilder hängen im Gottesdienst als große Altarbilder hinterm Altar, damit sie jedem groß vor Augen stehen.

Noch etwas ist anders in diesen Sommergottesdiensten als im vertrauten Sonntagsgottedienst, dem sie liturgisch weitgehend folgen: Ein Instrument (Saxophon, Cello, Stimme, Gitarre...)  führt als eigenständige zweite Stimme durch jeden Gottesdienst. Anhebend mit dem Vorspiel wird sie zur Bildbetrachtung hinführen und später, nach einer Zeit der Stille, in der die Gottesdienstbesucher ihren eigenen Betrachtungen und Gedanken nachgehen können, wird sie das Thema wieder aufnehmen.